Koffer gefunden
Meine Frau hat angerufen, von der Heimfahrt vom Büro. Sie hat im Zug einen Koffer gefunden, voll mit Geldscheinen! Keine Adresse, sonst nichts drinnen. Nein, sie sitze allein hinten im Zug, niemand hat's gesehen! Endlich habe es das Schicksal einmal mit ihr gut gemeint. "Ja, da haben wir endlich mal Glück gehabt", rief ich, dann war die Verbindung plötzlich unterbrochen, wird wohl der Zug gerade im Tunnel sein.
Ich bin gleich ab zum Supermarkt und habe teuren Champus gekauft, dann beim Sternekoch den besten Platz reserviert fürs Abendessen. Nun sitze ich am Sofa und warte auf meine Frau mit dem Koffer. Und warte, und warte noch heute.
Alte Horror Klassiker
Ein Klassiker: Ein junges Mädel zeigt ihre Dinger, der Mörder kommt und das Unheil nimmt seinen Lauf. Hier die Story von unserer Susi am See:
Susi, 23, lebensfroh, ein bisschen naiv, badet nackt und sorglos im dunklen Waldsee. Die Sonne glitzert auf dem Wasser, und für einen Moment – nur einen Moment – sieht man ihre Brüste. „Hihi, niemand guckt ja!“ denkt sie noch. Plötzlich: Knacks! Ein Ast bricht. Susi schaut auf. Am Ufer steht ein Kerl in Latzhose, Hockeymaske, Axt in der Hand. „Oh nee, nicht schon wieder!“ stöhnt sie. Der Typ hebt die Axt. Susi rollt mit den Augen. „Kann ich nicht EINMAL in Ruhe nackt baden?!“ Sie springt aus dem Wasser – splitterfasernackt – greift sich einen Paddel vom Kanu und stürmt auf ihn los. Er stolpert rückwärts, rutscht auf einer toten Forelle aus und klatscht ins Wasser. Axt weg. Maske verrutscht. Susi hebt triumphierend das Paddel. „Jetzt badest DU, du Psycho!“ ... Der Möchtegern-Mörder paddelt gefesselt im Gummiboot davon, Susi winkt ihm mit BH und Badehose hinterher. Und irgendwo aus dem Wald ruft ein Förster: „Schon wieder nackt hier draußen? Mensch, Susi!“
Alien und Panda
Eines Tages wanderte ein kleiner Junge mit Namen Andi tief in den Wald hinein, wo er ein Alien und einen Panda traf. Beide standen vor einem zerbrochenen, leuchtenden Kristall und sahen entsetzt aus. Das Alien erklärte, dass der Kristall ein Portal zu seinem Heimatplaneten sei, und der Panda fügte hinzu, dass der Kristall auch das Gleichgewicht des Waldes bewahre.
Andi fragte: „Wer hat den Kristall zerstört?“ Beide wiesen aufeinander. Andi dachte kurz nach und sagte dann: „Streiten hilft nicht. Wenn wir zusammenarbeiten, können wir es reparieren.“ Der Panda und das Alien hielten inne, senkten beschämt ihre Köpfe und stimmten zu.
Gemeinsam sammelten sie die Scherben, und Andi fügte sie mit seinem reinen Herzen und einem starken Glauben an Freundschaft wieder zusammen. Der Kristall leuchtete heller denn je, und das Portal öffnete sich. Das Alien und der Panda erkannten, dass Verständnis und Zusammenarbeit stärker sind als Schuldzuweisungen.
=> Egal, wie unterschiedlich wir sind, wir können gemeinsam große Dinge erreichen, wenn wir aufhören, mit dem Finger zu zeigen, und anfangen, zusammenzuarbeiten.
Olga am Telefon
Eine junge russische Frau sitzt in einem kleinen Café und spricht an einem alten Wählscheibentelefon. Alle starren sie an, weil das Telefon nicht mal angeschlossen ist.
Ein Mann kommt neugierig rüber und fragt:
„Entschuldigung, aber… wie können Sie damit telefonieren?“
Sie schaut ihn ernst an und sagt:
„Das ist russische Technik. Wenn du wirklich was zu sagen hast, funktioniert’s!“
Frische Luft schnappen
Marie hatte sich das Leben als Abenteurerin etwas glamouröser vorgestellt. Doch hier war sie: in einem Güterzug voller Kartoffelsäcke, der mit gemächlichen 30 km/h durch die Landschaft ratterte. Ihre Bluse hatte sie wegen der Hitze geöffnet, was ihr zwar Erleichterung verschaffte, aber auch dazu führte, dass sie jetzt aussah wie eine Heldin aus einem zweitklassigen Actionfilm. Während sie sich aus der offenen Tür des Waggons lehnte, ließ sie den Fahrtwind durch ihr Haar wehen und versuchte, dramatisch zu wirken – wie in den Werbespots, die sie im Fernsehen gesehen hatte. "Freiheit! Abenteuer! Unabhängigkeit!" rief sie in die Ferne. Ein Bauer auf dem Feld sah auf, starrte sie an und schüttelte den Kopf. Marie winkte ihm zu, doch genau in diesem Moment warf der Zug eine scharfe Kurve ein. Sie verlor fast das Gleichgewicht und schaffte es gerade noch, sich an einem herumrollenden Kartoffelsack festzuklammern. "Okay, Marie", murmelte sie, während sie sich wieder aufrappelte, "nächstes Mal vielleicht doch ein Flugzeug." Aber sie konnte nicht anders, als zu lachen – denn genau diese absurden Momente waren es, die das Abenteuer so lebendig machten.
Der kleine Bach
Auf dem Weg zur Schule kommen wir an diesem Bach vorbei. Drinnen ist's immer bunt, aber Fische gibt's keine mehr.
Marsch ins Ungewisse
Amaya und Naris sind wieder unterwegs. Glücklich konnten die beiden noch die Grenze überqueren und sind nur noch 50 km entfernt von Damaskus. Amayas Eltern sind seit kurzem nicht mehr am Leben, wurden mit irgendwelchen Kämpfern verwechselt und weggebombt. Ihre andern Verwandten sind vor einigen Jahren einmal der Einladung einer Angela in ein Land im Westen gefolgt. Nun sind also Amaya und Naris ganz alleine weiter auf dem Weg.
Den Ton angeben
Vieles und eigenlich fast alles im Leben dreht sich doch darum, wer den Ton angibt. Zuhause bist doch du nur Depp, wenn deine Frau dir den ganzen Tag die Ohren voll singt mit ihren Wünschen, so wie das leider meistens läuft mit dem Kommando. Dann in der Arbeit, da stehst du doch bald am Ende der Karriereleiter und hast doch in Wahrheit nichts zu melden. Das tun immer andere für dich. Einfach Hirn ausschalten und mitmachen, in der Arbeit kann das ja scheissegal sein. Aber wie ist das im politischen Alltag? Wie da mancherorts die jüngsten Wahlergebnisse aussehen, wollen manche garnicht mehr selbst mitbestimmen, sondern eben das wieder nur einer den Ton angibt. So wie das schonmal einer gemacht hat. Und wenn die klein gewachsen sind können sie noch lauter schreien, trotz Schnauzer.
Gesunder Geist
Ein gesunder Geist wohnt in einem gesunden Körper, sagt man sich. So machen sich diese beiden Hamburger Freundinnen jeden Morgen auf den Weg, ihre Bodys fit zu halten.
Female Empowerment - Teil 1
Meral hat einen Traum. Expansion mit dem Teppichhandel Bugsha (die Geschäfte hat Meral von ihrem Vater übernommen) und die Zusammenführung ihrer Kinder mit ihrer neuen Partnerin Sahar. Meral hat auch ein Problem. Sie lebt in Teheran.
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